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Wie man richtig anlegt Unterscheidungen der Geldwert- und Sachwertanlagen
Vorab: Alle Anlagen muss man auch mit Blick auf die Inflation betrachten
1. Kurzfristige und mittelfristige Anlagen Voraussetzung ist, dass eine sofortige Auszahlung keine erheblichen Verluste nach sich zieht. Bei jedem Vermögensaufbau muss man darauf achten, dass immer „flüssige Mittel“ zur Verfügung stehen. Also sollte man zuerst beginnen über einen Banksparplan ein schnell zugreifbares Barvermögen aufzubauen. Dabei gilt das Argument nicht: „Ich brauche jeden Pfennig zum Leben.“ Man kann mit 90% seines Einkommens genauso gut zurechtkommen, wie mit 100%. Diese ersten Sparerfolge sollte man dann ergänzen mit z.B. Bundesschatzbriefen oder Pfandbriefen in angemessener Höhe. Damit kann man überraschende finanzielle Belastungen, wie z.B. Arbeitslosigkeit, Krankheiten, Schäden nach einem Unfall oder aus anderen Situationen, etc. leichter ausgleichen. Je nach Lebensalter und -standard sollten dazu Beträge von drei bis fünf Monatsgehältern angespart werden. Damit ist man auf unvorhergesehene Ereignisse vorbereitet. 1. Sparbücher und Tagesgelder Bei Sparbüchern ist generell die Verzinsung sehr niedrig. Tagesgelder haben eine höhere Verzinsung. Eine höhere Verzinsung für Tagesgelder gibt es bei Direktbanken. Allerdings verzögert sich hier der Zugriff durch die Laufzeit der Überweisung vom Konto der Direktbank auf das Hausbank-Konto. 2. Bundesschatzbriefe Hier sollte man Kurzläufer nehmen, da eine Zinsanhebung erwartet wird. 3. Anleihen Hier gibt es europäische Unternehmens-Anleihen in der Kategorie bis BB mit höheren Verzinsungen, als bei den vorgenannten Anlagen. Ebenso Staatsanleihen europäischer und osteuropäischer Staaten mit gleicher Bonität. Vor Anleihen mit niedrigerem Rating sollte man die Finger lassen, wie man an den griechischen Staatsanleihen gesehen hat. Ebenso eignen sich als Anlage amerikanische Untermehmens-Anleihen, wobei hier allerdings Kursgewinne und Kursverluste durch das Verhältnis U$-Dollar zu Euro entstehen können.
Achtung: Bei Bundesschatzbriefen und Anleihen sind natürlich Kursschwankungen möglich – allerdings halten sie sich im Gegensatz zu Aktien im Rahmen. Sie sollten daher ein Tagesgeldkonto-Vermögen von ca. 10.000 € bis 50.000 € halten, je nach Lebensstandard. Da Sie nicht wissen, für welche Leistungen wir zukünftig bar bezahlen müssen, sollten Sie diese Gelder zum größten Teil bei einer sehr nahe liegenden Bank Ihrer Wahl halten. Dazu sollten Sie sich verschieden Angebote einholen. Einen kleineren Teil davon können Sie auch über ein Direktbank-Tagesgeldkonto führen, da diese meist höher Zinsen zahlen, aber die Auszahlung immer mit einem bis drei Tagen Verzögerung erfolgt. Eine Übersicht über die aktuellen Zinszahlungen finden Sie unter: http://www.fmh.de
4. Geldmarkt- oder Rentenpapiere Da hier meist – wenn auch geringe – Ausgabeaufschläge anfallen und die Zinsen derzeit nicht gerade hoch sind, sollte man nicht in diesen Papieren anlegen. Wenn, dann sollte man Kurzläufer nehmen aus den vorher genannten Gründen Bei all den vorgenannten Anlagen muss man – auf Grund der Gefahr einer weiteren Finanzkrise – Stichwort Derivate – den Markt beobachten und gegebenenfalls in Sachwerte wechseln.
2. Langfristige Anlage, Vermögensaufbau und private Altersvorsorge
Hier gibt es als Lösung nur die Anlage in internationale, konservative Aktienfonds, wobei man streuen sollte in Value und Growth Fonds. Erstere beachten mehr das Vermögen der Gesellschaften, Growth Fonds legen Wert auf die Gewinnerwartung. Beide sind aber daher konservativ, da die Voraussetzung für eine Anlage der Fondsgesellschaften in diesen Firmen die ist, dass die Gesellschaften durchwegs auch ein reelles Vermögen vorweisen müssen, z.B. Grund und Immobilien. Hier einige Gesellschaften, die den meisten Bürgern nicht bekannt sind (In alphabetischer Reihenfolge): ACM Global Growth, Baring American Growth, Carmaniac, Fidelity European Growth, Gartmore Cont. Europe,M&G Global, Nordea N. American Value Fund, Pioneer Fund, Templeton Growth, Threadneedle European Growth, Threadneedle American Growth…….
Auf Grund der kürzeren Zyklen von Börsenab- oder Börsenaufschwüngen empfehlen wir die Anlage in Dachfonds “Der neuen Generation“, die von Vermögensverwaltungen gemanagt werden. Adressen finden Sie unter: http://www.bds-deutschland.de/a/index.php/empfehlungen/empfohlene-produkte/fonds-der-zukunft
3. Immobilien und andere Sachwerte
Immobilien werden immer besonders herausgestellt, wenn es um Sachwerte geht. Natürlich kann man das nachvollziehen, denn Immobilien sind etwas zum Anfassen, bieten Sicherheit - ein Dach über dem Kopf - und hat in den letzten jahren immer auch ine gute Rendite gehabt. Selbstgenutzte Immobilien, sofern diese lastenfrei sind und vieleicht auch noch in guter Lage, sind daher innerhalb einer vernünftigen Vermögensdiversifizierung sinnvoll. Langfristig sollte man immer danach streben. Aber genre wird übersehen, dass das nicht für fremdfinanzierte Immobilien gilt. Hier zeigen die Zahlen, dass sich Familien oft bis "zum Hals" verschuldet haben und dann bei einem unvor´hergesehenen Ereignis - Unfall, Krankheit, Arbeitslosigkeit oder sogar Scheidung plötzlich das Problem auftauchte, dass nicht nur eine Zwangsversteigerung drohte, sondern danach diese Haushalte verschuldet waren und private Insolvenz anmelden mussten. Das gilt auch für femdfinanzierte, vermietete Immobilien, die nicht nach unseren Richtlinien für diese Gefahren abgesichert sind. Sie können inflationär gesehen eine Gefahr für den Anleger, der nicht kapitalkräftig genug ist, darstellen. Steigende Mietnebenkosten führen zu fallenden Mieteinnahmen oder zu totalem Mietausfall. Jeder der sich dafür entscheidet, geht ein hohes Risiko ein und wird unter Umständen erhebliche Wertverluste hinnehmen müssen. Auch Mietgaranten sind schon Pleite gegangen. Anders ist es, wenn Sie im Einkauf ein besonderes Schnäppchen gemacht haben, z.B. durch den Erwerb einer Zwangsversteigerungsimmobilie und wenn die Immobilie in einer besonders guten Lage vorzufinden ist.
4. Was immer übersehen wird
Gerade in den letzten Jahren liest man immer wieder, dass das Finanzsystem nochmals zusammenbrechen könnte, was nicht auszuschließen ist. In diesem Falle wären alle Geldwerte verloren, aber auch die Sachwerte – zumindest zeitweise nichts wert. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, wie eine solche Zeit überwunden werden kann. Aktien, die nach dem Weltkrieg fast keinen Wert mehr darstellten, waren schon kurz danach wieder gefragt und entsprechend werthaltig. Das Gleiche gilt natürlich auch für Aktienfonds. Wie aber kann man eine solche Krisenzeit - nach dem Weltkrieg waren es ca. 5 Jahre - finanziell gesichert überstehen? Hier tritt wieder eine Anlage ins Blickfeld, die seit Urgedenken für die Menschen Sicherheit bedeutete: Gold. Im Klartext heißt das: Man sollte sich einen Bestand an Goldmünzen – je nach Lebenswandel – zulegen. Aber keine Krüger-Rand, sondern kleine Goldmünzen wie z.B. 20 Goldmark Stücke, die in einem Krisenfall “versilbert“ werden können. Seit kurzem gibt es auch 1 gr. Goldbarren, die zwar in der Anschaffung teuerer sind als große Barren. Aber da es ja nicht um eine Spekulation gehen sollte, sondern um Sicherheit in einer Krise, machen große Goldbarren keinen Sinn. Denn in der Krise "überleben" Sie mit 250 Stück 1gr. Goldbarren sicher besser, als mit einem 250 gr. Goldbarren. Und wenn Sie noch kein Gold haben, dann ist auch der Preis unwichtig - denn für Krisen brauchen Sie dieses Edelmetall. Wie sagte der "Börsenguru" Kostolany: In ein Depot gehören 1/3 Aktien, 1/3 Immobilien und 1/3 Gold
Natürlich sind auch Silbermünzen eine Hilfe, solche "Notzeiten" zu überstehen, aber hier ist das Gewicht sehr hoch. Um sich einen Bestand aufzubauen, der eine Krise zu überwinden hilft, bräuchten Sie große Mengen an Silber. Das ist der Grund, warum wir in erster Linie Gold empfehlen.
5. Absolut abzuraten ist vor jeder Anlage in:
Offenen oder geschlossenen Immobilienfonds Genussscheinen oder Warentermingeschäften Direkter Kauf von Aktien ohne genug Einsatz für Streuung Hedge Fonds (allenfalls als Beimischung ins Depot) Derivate und Zertifikate Kapital-Lebensversicherungen und private Rentenversicherungen Riester-Rentenversicherungen (Hier ist die Betonung auf “Versicherung“)
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