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13.05.2010
Vorweg gesagt:
Eine Fonds-Gebundene Riester-Rente ist für Arbeitnehmer, die die staatlichen Zuschüsse nutzen wollen, durchaus empfehlenswert. Aber eine Riester-Rente auf der Basis einer Privaten Rentenversicherung ist ein Produkt, dass wir auf das entschiedenste ablehnen. Siehe "Die Abzocke bei der Riester-Rente"
Hier aber nun sehr wichtige Hinweise, die gerne "unter den Tisch" gekehrt werden:
Das Berufs-Wechsel-Problem
Im Falle des Wechsels vom Angestellten zum Selbständigen verlieren Sie die Förderung
Das Rendite-Problem
Die Rendite kann man nicht wirklich berechnen – wegen ständiger Änderung der Sterbetafel. Beispiel Frontal 21
Das Grundversorgungs-Problem ( SGB XII). Bei zu niedriger Rente + damit Grundsicherung wird die Riesterrente angerechnet
Das Steuer-Problem (AVmG Artikel 6).
Bei Bezug müssen Renten versteuert werden.
Die Riester-Renten-Beiträge können zwar bis zu einer monatlichen Zahlung von 175,00 € (jährlich 2.100,00 €) als Sonderausgaben von der Einkommensteuer abgezogen werden( §10a Est), aber alle Zahlungen die diese Grenze übersteigen, müssen versteuert werden. Das kommt dann einer Doppelbesteuerung gleich.
Das Verfügbarkeits-Problem
Vor dem 60. Lebensjahr können Sie nicht auf das angesparte Kapital oder Teile des Kapitals zugreifen und nach dem 60. Lebensjahr nur 30 % entnehmen.
Das Beitrags-Steigerungs-Problem (AVmG § 86).
Da Sie ab 2008 immer 4 % von Ihrem Bruttogehalt zahlen müssen, zahlen Sie bei steigendem Brutto immer mehr Beiträge für eine (durch Inflation) immer weiter sinkende Förderung – falls der Staat überhaupt noch zahlen kann.
Der Wegfall der Kinderzulage erhöht den von Ihnen zu zahlenden Beitrag noch weiter.
Das Daten-Problem (siehe AVmG §§ 81, 91- 92):
Alle Daten werden weitergeleitet an:
Finanzamt, Zertifizierungsstellen, Familienkasse, Rentenver-sicherungsträger, Arbeitgeber, Meldebehörde; Zentralstelle Bundesversicherungsanstalt, Anbieter.
Sie können eigentlich Ihren Gehaltszettel auch gleich veröffentlichen...
Quelle: Wolfgang Lieb
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Leider werden die Bürgern bei einem Abschluss einer Riester-Rente oder eines Wohn-Riester nicht auf die damit verbundenen Nachteile hingewiesen. Daher zählen wir Ihen einmal alles auf, was da gerne verschwiegen wird: |
Aber jetzt kommt es noch schlimmer, noch intransparenter. Um den Verkauf von Versicherungen noch mehr anzukurbeln, wurde Wohn-Riester erfunden. Den meisten Bürgern werden immer nur die Vorteile aufgezählt, nicht aber die Folgen.
Probleme bei Wohn-Riester
Wenn folgendes auf Sie zukommt, müssen Sie die staatlichen Zuschüsse zurückzahlen. Sie dürfen also nicht::
1. Ausziehen oder vermieten!
2. Sich scheiden lassen!
3. Als Angestellter in die Selbständigkeit wechseln
4. Nicht sterben, denn der Erbe muss das Guthaben auf dem Wohnförderkonto versteuern
5. Die Immobilie auch als Rentner verkaufen-sonst zahlen Sie eine "Strafsteuer"!
6. Vor allem aber dürfen Sie nicht zum Pflegefall werden! Denn dann "kassiert" der Staat meistens die Immobilie!
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