| 2011-01 BDS-Pressemitteilung: Euro unter Druck |
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10.02.2011 2011-01
Pressemitteilung vom Bund der Sparer e.V.: Euro weiter unter Druck Nicht der Preis des Goldes steigt, sondern die Kurse der Währungen fallen Ende 2009 lag der Kurs des Euro zum US-Dollar bei 1,47. Mitte des Jahres 2010 sank er dann aufgrund der Griechenlandkrise bis auf einen Wert unter 1,20, um sich dann wieder - dank der stabilen deutschen Wirtschaft - bis Anfang November auf einen Kurs von 1,42 zu erholen. Aber danach stürzte der Euro - dank der Irlandkrise - wieder ab. Anfang Dezember war dann wieder die Marke von 1,30 erreicht. Aktuell pendelt er um 1,35 US-Dollar für einen Euro. Was lernen wir daraus? Derzeit reagiert die Börse sofort auf jede Schwäche von Staatsfinanzen. Angesichts der bekannten Unsicherheiten, wie die PIIGS-Staaten - Protugal, Spanien, Italien, Irland und neuerdings auch wieder Griechland - ihre Wirtschaft stabilisieren können, schlägt jede noch so kleine Nachricht auf den Euro durch. Die Devisenhändler- oder besser die Spekulanten dahinter - sind ausgesprochen nervös. Dazu kommen die Verunsicherung, ob es bei den arabischen Staaten zu einem Domino-Effekt kommt. Nnachdem in Tunesien und Agypten die Machthaber durch den Druck des Volkes zurückgetreten, bzw. das Land verlassen haben, steht dei Frage im Raum, ob diese Entwicklung weitergeht und welche Konsequenzen das hat. Speziell Saudi-Arabien und Jordanien macht den USA aktuell große Sorgen. Auch die unübersichtliche Lage nach dem angekündigten Rücktritt von Bundesbankpräsident Axel Weber sorgt für Verunsicherung Und was machen die Politiker? Es hat den Anschein, als sei es eine reine Auseinandersetzung zwischen den Hardlinern Großbrittanien, Niederlande und Deutschland und dem Rest der Europäischen Union. Als wollten sie sich gegenseitig beweisen, wer die besseren Nerven hat. Angesichts der herrschenden Konfusion verwundert es kaum noch, dass die Probleme, die durch die Schuldenkrise der Staaten, die über ihre Verhältnisse gelebt haben, hinten angestellt werden und man um "des Kaisers Bart" diskutiert. Da wirft der Chef der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, luxemburgischer Ministerpräsident, der Bundesregierung wegen ihrer Ablehnung seines Vorschlags für gemeinsame Anleihen aller Euro-Länder vor: ''Deutschland denkt da ein bisschen simpel''! Längst wird offen die Frage gestellt, ob es nicht besser gewesen wäre, die Staaten, die ihre Finanzen "nicht im Griff" haben, aus der Union auszuschließen, damit sie sich durch eine Abwertung "gesund geschrumpft" hätten, statt immense Summen in diese Länder zu pumpen mit Auflagen, die absehbar zu Unruhen führen. Hier sehen Sie die Zinsbelastungen der Staatsanleihen verschuldeter Länder im Vergleich zu Deutschland. Instabile Wirtschaften erreichen durch diese Belastungen die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit.
Was bleibt ist Unsicherheit. Und Unsicherheit ist der Brandsatz, den Spekulanten lieben. Wenn schon in den Zeitungen zu lesen ist, dass Investoren sich in einem Café in New York trafen(in aller Öffentlichkeit!!), um zu planen, wie ein Angriff auf den Euro gestartet werden könne, dann sollte man dies nicht als "Zeitungsente" abtun, sondern sich Gedanken machen, warum so etwas publik gemacht wird. Eins ist doch nicht zu übersehen: Gold und Silber steigen stetig - oder sollte man besser sagen: Seit der Dollar als Leitwährung durch Nixon vom Gold abgekuppelt wurde, ist Geld doch eigentlich - nur Papier. Papier, das in den USA und in Europa in unvorstellbaren Mengen gedruckt wird - ohne das dafür irgendeine wirtchaftliche Leistung erbracht worden ist. Wenn man sich diesen Wahnsinn einmal vor Augen führt, dann kann man sich eigentlich nur noch fragen: Wie ist das überhaupt solange gutgegangen! Wie wir schon immer gesagt haben: Wenn Sie in diesen Zeiten in Geldwerten investiert sind, in Werten, die von der Stabilität des Euro abhängig sind, dann sollten Sie schleunigst sich darüber Gedanken machen, dass Sie eigentlich mit Ihrem Geld Dritten einen Kredit gegeben haben. Und ob dieser Kredit jemals zurückgezahlt wird - siehe oben. Vielleicht sollten wir uns daran erinnern, dass der "Abgrund", den Peer Steinbrück schon 2008 als Finanzminister erspähte, keine Fata Morgana war.
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